Liebe Freunde!
Hier mein Blog aus Israel : baasimisrael.wordpress.com
lg, Simon
Liebe Freunde!
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lg, Simon
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Hallo liebe Freunde!!!
Gestern bin ich in Schwechat angekommen. Und somit endet die zeit in Kairo so wie sie begonnen hat: Oma und Opa holen mich ab, Heuriger, ein Glas guter Wein.
Die letzten Tage in Kairo waren noch ziemlich angefüllt mit Programm. Michi und ich waren noch in der weißen bzw schwarzen Wüste, die liegt etwa 4 Stunden vom Delta entfernt. Außerdem habe ich mich ja natürlich von allen meinen freunden verabschieden wollen. Schön war, dass wirklich fast alle zu meiner Abschiedsfeier gekommen sind. Zum Abschied habe ich Kaiserschmarrn gemacht. Das war eine gute Entscheidung, weil er für alle neu war. Für Ägypter, Franzosen, Amerikaner, Italiener, Deutsche.
Mit meiner Heimkehr stehen wie bereits erwähnt prüfungen an, für die ich mich im Februar vorbereiten muss.Jetzt muss ich mich auch erstmal von den 20 Grad plus an minus Grade gewöhnen, an die unglaubliche Stille, die mich im Kremstal erwartet (ich bin grade noch in NÖ), an die Luft, die man in vollen Zügen genießen kann, an SPORT! der in kairo etwas zu kurz gekommen ist, an Filterkaffee, Brot, anständiges Bier.
Auf jeden Fall werde ich ägypten vermissen, meine Freunde und die offenherzigen Menschen, die Sprache.
ya masr, ya habibti.
Vielen dank fürs lesen, hiermit schließe ich den Blog, alle Neuigkeiten werden von jetzt an bei einem Kaffee weitergegeben.
lgS
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Über meinen Aufenthalt in England habeich damals nicht so viel berichtet. Da wusste ich noch nicht einmal was ein Blog ist. Danke Oma, dass du mir den Blog eingerichtet hast, sonst müsste ich wohl sehr viel Zeit damit verbringen Emails zu schreiben!
Jedenfalls auf was ich hinaus will: In einem Theater in London ist mir mal folgende nette Gegebenheit zugestoßen. Eine Frau sitzt auf dem Sitzplatz neben mir, wir haben noch kein Wort miteinander gewechselt. Plötzlich dreht sie sich vollkommen zusammenhangslos um zu mir und fragt mich in wunderschöner englischer Damenmanier: „Excuse me, are you Russian?“ – ich war damals einfach nur verdutzt, woher kam denn jetzt diese Frage, beginnt man so ein Gespräch?!
Und bei dem Konzert von den Aserbeidschanern steht wieder so eine Frau irgendwo neben mir, eine kleinlichere, etwas sibirisch wirkende Frau. Dreht sie sich um zu mir und fragt mich (wieder ohne Zusammenhang) in gebrochenem Englisch: „Excuse me, are you from Aserbeidschan?“ Bei der Frage habe ich schon etwas grinsen müssen und verneint. Daraufhin sie: „Are you from Russia?“ Bei der Frage und bei der Erinnerung an die englische Lady hab ich einfach zu lachen anfangen müssen, die Tränen sind mir in die Augen geschossen. Die arme Frau hat sich garnicht ausgekannt, warum mich diese Frage so glücklich macht.
Nein, ich bin nicht aus Russland, auch nicht, wenn ich noch einmal gefragt werde.
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Ich habe kürzlich endlich wieder mal daran gedacht, meine Kamera mit auf die Straße zu nehmen. Hab den Hinweis von Mama ernst genommen, die gemeint hat ich soll noch mehr normale Sachen fotografieren. Voilà, hier sind sie. Natürlich nicht alles, was ihr sehen müsstet, aber ich hab ja noch etwas Zeit, da herum zu fotografieren.
Also, die Fotos hier habe ich gemacht auf dem Weg von der Arbeit in den Sprachkurs. Kraut und Rüben, einfach quer durchs Gemüsebeet:
Eigentlich stimmt das nicht ganz, die beiden hier sind der Blick aus meinem Büro, es kommen auch noch ein paar vom Wust-il-Balad, dem Stadtzentrum, die hab ich schon ein anderes mal gemacht.
Und hier putzt einer Fenster, Sicherheit wird hier halt nicht so gesehen
Gleich neben unserer Botschaft ist auch die israelische. Die Fahnehaben sie echt nicht sehr auffällig aufgehängt! Irgendwoin 50 Metern Höhe flattert sie im Wind – man muss sich bewusst werden, dass die Ressentiments gegenüber Israel hier noch SEHR groß sind, obwohl seit einigen Jahren Frieden herrscht. Aber den gibt es nur offiziell. Anscheinend ist das eine von den zwei israelischen Fahnen, die man in der arabischen Welt finden kann. Die andere hängt in Jordanien!
Am Weg zum Sprachkurs, der eher im Norden, auf der Giza Seite von Großkairo liegt (zur Erinnerung, die Botschaft liegt eher im Süden Gizas, auf dem Weg zu den Pyramiden), ist mir jetzt schon mehrmals dieses Plakat auf gefallen. Ganz verstehen tu ichs noch nicht, aber es steht so was drauf wie „In Ägypten, respektieren wir Religionen…und lieben einander“. Schön, oder? Wären da nicht die Anschläge auf die Kopten vor 2 Wochen!
Die werden hier übrigens als „Fanatikertat von Geisteskranken“ beschrieben. Aber es gibt da sehr unterschiedliche Ansichten. Zuviel will ich aber auch nicht schreiben hier.
Dieses Schild hier erinnert – glaub ich – Gläubige ans Gebet und an Mohammed:
Vor Kentucky Fried Chicken wird hier eifrig Schuhe geputzt!
Das ist eins von den Geschäften, wo man sich Nüsse, alle verschiedenen Varianten, süß salzig, alles kaufen kann! Und diese Frau greift zu – recht hat sie!
Ich habe jetzt zwar noch mehr Fotos, aber die kommen einfach das nächste mal: Jetzt hab ich euch einfach schon zuuu lange warten lassen.
lgS
Veröffentlicht in Kairo, Land und Leute | 2 Kommentare »
Liebe Leute,
Eine so lange Pause im Schreiben habe ich glaube ich noch nie gemacht. Dafür bekommt ihr heute einen besonders farbenfrohen Bericht. Bericht ist gut gesagt, in der letzten Zeit ist so viel passiert mit der Familie und Neujahr, Weihnachten natürlich und dann auch noch (einmal!) das Rote Meer. Also alles kann ich nicht berichten, nur grob umreissen. Die Fotos, die jetzt kommen sind nicht alle von mir. Es hat nämlich die Maria mehrmals auf den knopf gedrückt, grad wie sie alle in Fayoum waren. Ich werde sie fragen, ob sie nicht auch einen Blogeintrag schreiben will. Mit Fotos und allem Drum und Dran.
Übrigens ist die Kamera sowieso von Maria, die hat sie mir lieberweise für den gesamten Aufenthalt überlassen und jetzt im Urlaub wieder kurzerhand an sich genommen. Recht hat sie, die macht ja auch echt schöne Fotos…
Also los geht’s: ein Ägyptenaufenthalt ohne Pyramiden was wär das??? Ganz schön beeindruckend, oder? (Hm, meint er jetzt den Bauch von dem Mann oder die Pyramide…
)
Rund um die Pyramiden kann man reiten, wir haben das auch tatsächlich gemacht, auch wenn das so ziemlich das touristischste ist, was man machen kann! – Hier ein paar galoppierende Araberhengste.
Und der Papa, under-cover.
Paul wirkt so, also ob ihm die Pyramiden nicht gefallen hätten! So schlimm war’s auch nicht, Paul!
Das war so unser Programm am ersten Weihnachtstag. In den folgenden Tagen haben wir uns jede Menge Museen angesehen. Ich habe natürlich nur ein Auswahl von Fotos hier, von den hunderten, die Wir gemacht haben, abgesehen von denen auf Pauls und Papas Kamera. Aber viele von den Orten wo wir waren kennt ihr schon von vorherigen Berichten, ich zeig euch dieses Mal lieber mehr Fotos von Menschen:
Am Eingang zu einer großen Moschee, direkt beim Khan-El-Khalili, der wahrscheinlich größten Touristenfalle in Kairo. Ist praktische ein Touristenbazar – wenn man aber nur ein paar Meter vom ausgetretenen Besucherpfad abweicht ist man sofort dort wo auch die Einheimischen einkaufen. Und das ist die Moschee von innen, wir waren fast alleine!
Beachtlich ist echt die Architektur, weil es fast nie regnet, gibt es solche große Plätze, ohne Abflussmöglichkeit fürs Wasser oder derartiges. Wir waren auch in einem Museum, da sind diese uralten Stücke offen bei geöffnetem Fenster herumgelegen – Verwitterung gibt es also kaum, und das spiegelt sich wider.
Das ist mein guter Freund Raschid, der uns an diesem Tag begleitet hat und uns als Einheimischer auf einige Sachen aufmerksam gemacht hat, die man sonst mit bloßem Besucherauge glatt übersieht.
Nachdem wir dann Kuschari gegessen haben, dass ist die für uns eigenartige Kombination aus Linsen, Nudeln, Reis und Zwiebeln und tomatensauce (Herrliches Essen, mh, gleichzeitig auch veganisch und unglaublich sättigend) sind wir zur Zitadelle, haben dort auch ein Kriegsmuseum gesehen, dass sämtliche Kriege Ägyptens vorgestellt hat.

Von der Zitadelle, gebaut zur Verteidigung gegen die Kreuzritter hat man DEN Ausblick über die Stadt.
Beim Runtergehen sind uns ein paar Mädels über den Weg gelaufen, ziemlich freche, eigentlich. Eine hat mir gesagt, dass sie mich liebt, und mcih heiraten will. Ich habe abgelehnt. War doch etwas spontan. Die ist mir den ganzen Weg nachgelaufen,bis sie der Lehrer zurückgepfiffen hat. Ich bin mir sicher die hat ordentlichen Ärger bekommen. Heiraten ist halt ein ernstes Thema
Und dann, am ersten Tag des neuen Jahres bin ich nach Dahab mit dem Paul, raus ans Rote Meer. Ihr könnt euch übrigens glücklich schätzen, Neujahr dort gefeiert zu haben, wo auch alle mitfeiern. Weil in Ägypten war tote Hose. Klingt arg, war es auch. Um punkt null Uhr schaltet der große Kairo tower seine Lichter aus, der Bedienstete hat offensichtlich Feierabend gemacht, am Straßenrand repariert man ein Auto. Schließlich hat uns ein Kracher, der direkt neben unserm Ohr einsam und alleine explodiert ist, fast das Trommelfell zerissen. Um 10 nach Mitternacht, wir haben immer noch gewartet, dass was passiert, haben wir uns schließlich umarmt, auf Geratewohl Countdown runtergezählt und uns alles Gute gewunschen. Die Araber, die rund um uns herum gestanden sind, haben garnicht gewusst, was wir da machen, angeschaut, als wären wir vom Mars!
Nichtsdestotrotz: Frohes Neues Jahr!
Nach etwa 4 Stunden Schlaf sind Paul und ich (schwerfällig) aus den Federn gehüpft und in den Bus nach Dahab gestiegen.
Und dort habe ich es auch geschafft, Paul vom Reiten zu überzeugen!
Und weil es einfach sein muss, bin ich noch mal auf den Mosesberg rauf. Wir waren nicht die einzigen, schätzungsweise 90% der anderen Wanderer waren Russen, das hat man sehr einfach am lauten Char Char Char Lachen erkannt und am Vodkageruch, der einen umgibt, wenn man dicht gedrängt auf den Sonnenaufgang wartet!!!!
Das ist Paul.
Und da noch mal (unten, wieder mit Pudelmütze!)
Hier bin ich, ich habe ja gewusst, dass es saukalt wird und habe mich entsprechend warm eingewickelt.
Here comes the sun, badabada… auch wenn unsere Augen von der Müdigkeit ganz angeschwollen waren, haben wir dennoch versucht, dieses Panorama voll und ganz zu genießen!
Nach dem Abstieg haben wir noch einen kurzen Abstecher ins Katherinenkloster gemacht, zum brenndenden Dornbusch. Diese Katze, die über dem Dornbusch getrohnt ist, hat sich wohl über die Scharen von Pilgern und Wanderer gewundert. Nachzulesen im 2 Buch Mose, Kapitel 3:
2 Da erschien ihm der Engel Jehovas in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusche; und er sah: und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. 3 Und Mose sprach: Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt. 4 Und als Jehova sah, daß er herzutrat, um zu sehen, da rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusche zu und sprach: Mose! Mose! Und er sprach: Hier bin ich.
Wie der Dornbusch ganz aussieht, findet ihr hier (Bild auf der rechten Seite): http://de.wikipedia.org/wiki/Brennender_Dornbusch
Und jetzt???
Jetzt bin ich wieder in Kairo, aber auch nur noch ein Monat (ganz genau). den Paul habe ich gestern noch zum Flughafen gebracht.
Alles Liebe
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